Freitag, Mai 13, 2005

Hackordnung im weltweiten Hühnerhof – schwarze Kritik-Rhetorik

Schweizer sind geldgierig, engstirnig, kennen nur die Berge und haben alle eine Knarre in der Hütte. Ok, sie haben die direkteste Demokratie, aber ansonsten?
So jedenfalls sieht oft das Image aus, das wir über die Bergbewohner in Europas Mitte haben. Doch das sollte schnellstens revidiert werden, denn es gibt einen Lichtblick: Andreas Thiel.

Der Gewinner des Kabarett-Preises „Prix Pantheon 2005“ im Bereich „Frühreif und Verdorben“ entspricht so überhaupt nicht dem Klischee eines Schweizer Bundesgenossen. Der 1971 in Bern geborene Kabarettist ist mit seinem rabenschwarzen Auftritt im Bonner Pantheon-Theater wirklich zu recht zum Gewinner gekürt worden.
Seine lockere Art, in der er seine wohlverpackten Pointen hüllt, macht einem wirklich Freude. Nachdem ich die Aufzeichnung seiner 20 Minuten dauernden Show im WDR gesehen hatte war eines klar: der ist echt super.
Man muss wirklich genau zuhören, um auch wirklich alle Pointen mitzubekommen!!! Also aufgepasst. Für Liebhaber solch spitzer und schwarzer Kritik-Rhetorik ist er nur zu empfehlen.

Ein kleines Schmankerl seines Könnens gibt es hier: http://www.andreasthiel.ch/mp3/thiel_huehnerhof.mp3